Malediven Inseln

Ja, Inseln. Insgesamt sind es ziemlich viele – 1.996, um genau zu sein. Sie verteilen sich auf gerade 26 Atolle, die gesamte Inselgruppe der Malediven erstreckt sich aber insgesamt auf über 823 km Länge. Kaum vorstellbar, vor allem wenn man bedenkt, dass von den gut zweitausend Inseln dann doch nur knapp 200 bewohnt sind. Der Name Malediven bedeutet übrigens – genau, schlicht und einfach: „Inselgruppe“.

Für die Malediver ist das mit den Inseln allerdings eine höchst komplizierte Sache: Sie unterscheiden sehr streng zwischen Inseln für Einheimische, und solchen für Touristen. Diese Trennung wird sehr strikt genommen, Einheimische dürfen auf Touristen-Inseln allerhöchstens arbeiten, während Touristen Einheimischen-Inseln nicht betreten dürfen.

Die größte der Inseln, die maledivische Hauptinsel Malé ist überhaupt die einzige richtige Stadt auf den Malediven. Auf ihr leben dafür allerdings fast ein Drittel aller Malediver – es ist enorm dicht gedrängt überall, und Hochhaus folgt auf Hochhaus, um alles an Menschen dort unterzubringen. Bis 2020 hofft man aber mit dem Ausbau der künstlich errichteten Insel Hulhumalé soweit fertig zu sein, dass sie gut die Hälfte der heute in Malé lebenden Bevölkerung, aufnehmen kann, und die beengten Platzverhältnisse damit ein für allemal zu beenden.

Ein sehr bezeichnendes Problem der Malediven-Inseln ist ihre geringe Höhe über dem Meeresspiegel,normalerweise gerade mal ein guter Meter. Das macht alle maledivischen Inseln natürlich sehr anfällig für den durch den Klimawandel ständig steigenden Meeresspiegel – und Tropenstürme richten durch den hohen Wellengang, den sie mit sich bringen, auch immer gleich recht üble Verwüstungen an. Zu den bekanntesten Touristeninseln zählen unter anderem Sun Island, Kuramathi, Bandos und Merufenfushi – und zumindestens eine davon sollte man unbedingt einmal gesehen haben.